spussel

Vereinsmitglied
#1
Handgeschabte Spätzle

Das wichtigste zuerst:
Spätzle sind keine Nudeln und sie schmecken selbstgemacht am besten.

Zutaten:
500 g Mehl Typ 405
Gerne nehme ich das spezielle „Spätzlesmehl“ Dies hat eine spezielle Körnung.
4-5 Eiern, einem Teelöffel Salz und etwa 1/4 Liter lauwarmem Wasser
Ich lasse das Wasser weg und ersetze es durch Eier, wobei ich mehr Eigelb nehme
( Die Farbe der Spätzle wird dadurch schön gelb )

Alle Zutaten werden in einer Schüssel vermengt und geschlagen, bis der Teig Blasen wirft. Traditionalisten verwenden dazu ihre Hände, andere immerhin noch einen Kochlöffel mit Loch. Bei mir kommt ein Handrührgerät zum Einsatz. Wenn der Teig langsam und zäh von einem Löffel fließt ohne zu reißen, hat er die richtige Konsistenz. Andernfalls mehr Eier oder Mehl dazugeben.
Einen großen Topf mit Wasser füllen und zum Kochen bringen; reichlich Salz zugeben. Eine Schüssel und ein Sieb zum Abtropfen bereitstellen.
Wenn das Wasser kocht, das Spätzlebrett und den Schaber zum Anfeuchten kurz in den Topf halten. Etwa zwei Löffel Teig auf das Brett geben und glatt streichen.

Das zugespitzte Ende des Bretts an die Wasseroberfläche halten und mit dem Schaber mit raschen Bewegungen kleine Stücke vom Teig direkt in den Wassertopf schaben.
Bei den ersten Versuchen noch langsam und behutsam vorgehen um die Technik zu verstehen. Die ersten Spätzle werden sicher etwas zu groß, das tut ihrem Geschmack aber keinen Abbruch.
Falls kein Spätzlebrett zur Hand ist, kann man sich auch mit einem Holzbrett und einem Messer mit langer Klinge helfen. Vom nassen Holzbrett mit dem Messer mit Schwung Spätzle ins Wasser schaben.
Es gibt auch noch andere Gerätschaften um den Teig ins Wasser zu bringen.
Spätzles - Brett mit Teigschaber

Spätzles - Schwob aus Metall ( Hier habe ich die Löcher um 0,3mm aufgebohrt, gibt dickere Spätzle )

Spätzles - Schwob aus Kunststoff, für diejenigen denen das Schaben nicht liegt oder es mal schnell gehen muss. Durch die Art der Löcher werden unterschiedliche Größen der Spätzle erreicht, na ja, fast wie Handgeschabt.
Wenn die Spätzle im Laufe des Garprozesses an die Wasseroberfläche kommen, sind sie fertig. Mit dem Schaumlöffel die Spätzle aus dem kochenden Wasser nehmen und auf einer Platte anrichten.
Zwischendurch den Schaber und das Brett von Teigresten befreien.
Sollte nicht mehr genügend Wasser im Topf sein diesen wieder auffüllen und das Wasser zum Kochen bringen.
Es ist umstritten, ob die Spätzle abgeschreckt werden sollen. Beim Abschrecken wird die sich beim Kochen teilweise gelöste Stärke abgespült. Das Abschrecken empfiehlt sich zumindest, wenn die Spätzle nicht gleich weiterverarbeitet werden, sondern eingefroren werden. Dann kleben sie nicht zusammen.
Wenn sie fertig sind erhitze ich in einem kleinen Topf Butter, streue Semmelbrösel hinein und röste sie an. Man nennt das bei uns "Abgeschmälzt"
Die Brösel unter die Spätzle mengen.
Dazu schmeckt ein Schweinebraten mit Pilzrahmsoße und einem Hauch von Kartoffelsalat.


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